Neben der weit verbreiteten Brandklasse A gehört auch die Brandklasse B zu den häufigsten Brandarten. Hierbei geht es nicht um feste Stoffe, sondern um brennbare Flüssigkeiten und flüssig werdende Stoffe. In diesem Artikel erfahren Sie:
Brände der Brandklasse B entstehen durch brennbare Flüssigkeiten oder Stoffe, die beim Erhitzen flüssig werden. Diese Stoffe verbrennen in der Regel mit einer offenen Flamme, ohne Glutbildung.
Typische Stoffe sind:
- Benzin, Diesel, Heizöl
- Lacke, Farben, Lösungsmittel
- Alkohol (z. B. Ethanol, Spiritus)
- Wachs, Teer, Bitumen
- Flüssig brennende Kunststoffe (z. B. Paraffin)
- Fette und Öle (Achtung: Speiseöle gehören zur Brandklasse F)
Solche Brände entstehen vor allem dort, wo mit brennbaren Flüssigkeiten gearbeitet, gelagert oder gekocht wird. Häufige Einsatzorte sind:
Geeignete Löschmittel sind:
- Schaum: Bildet eine dichte Decke über der Flüssigkeit und schließt den Sauerstoff aus. Ideal für viele Flüssigkeitsbrände.
- ABC-Pulver: Wirkt sehr effektiv, unterbricht die chemische Reaktion des Feuers. Universell einsetzbar, aber mit hoher Verschmutzung.
- BC-Pulver: Speziell für Brandklassen B und C, besonders bei Flüssigkeiten sinnvoll.
- Kohlendioxid (CO₂): Verdrängt den Sauerstoff und löscht somit Flammen. Besonders gut bei empfindlicher Technik geeignet.
Je nach Umgebung und Risiko kommen verschiedene Löscher infrage:
Brände der Brandklasse B erfordern schnelles und überlegtes Handeln – vor allem, weil Wasser als Löschmittel ungeeignet ist. Mit dem passenden Feuerlöscher und dem Wissen um die richtigen Löschmittel lassen sich gefährliche Situationen sicher beherrschen.
Wer regelmäßig mit brennbaren Flüssigkeiten arbeitet oder sie lagert, sollte geeignete Löscher griffbereit halten – und im Idealfall genau wissen, wie sie im Ernstfall eingesetzt werden.