Neben den bekannten Brandklassen A, B und C – die Brände fester, flüssiger bzw. flüssig werdender sowie gasförmiger Stoffe klassifizieren – existiert auch die Brandklasse D. Sie umfasst Brände von Metallen, die mit besonderen Gefahren einhergehen und den Einsatz spezieller Löschmittel und -techniken erforderlich machen.
Metallbrände entstehen häufig infolge von Überhitzung oder Funkenflug in industriellen Prozessen. Eine unsachgemäße Löschung kann heftige Reaktionen auslösen, im Extremfall sogar Explosionen. Umso wichtiger ist es, die Eigenschaften dieser Brandklasse genau zu kennen und frühzeitig geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.
Was zählt zur Brandklasse D?
Zu den typischen Stoffen der Brandklasse D zählen:
- Aluminium
- Magnesium
- Titan
- Natrium
- Kalium
- Lithium
Diese Metalle können sich bei hohen Temperaturen selbst entzünden und verbrennen mit enormer Hitze – teilweise über 2.000 °C. Besonders gefährlich: Die Reaktion mit Wasser oder herkömmlichen Löschmitteln kann zu Explosionen oder der Freisetzung brennbarer Gase führen. Deshalb ist es essenziell, bei Metallbränden gezielt und fachgerecht zu handeln.

Wo treten Metallbrände auf?

Brände der Brandklasse D kommen vor allem dort vor, wo mit leicht entzündlichen Metallen gearbeitet wird. Typische Einsatzbereiche sind:
- Metallverarbeitende Betriebe (z. B. Drehereien, Gießereien)
- Werkstätten und Produktionshallen
- Forschungseinrichtungen und Labore
- Batteriefertigung und -recycling
- Lagerstätten für Metallspäne oder -pulver
Besonders gefährlich sind fein verteilte Stoffe wie Metallstaub oder -späne, da sie sich leichter entzünden und die Brandentwicklung beschleunigen können.
Welche Löschmittel sind für die Brandklasse D geeignet?
Metallbrände dürfen nicht mit Wasser, Schaum oder CO₂-Löschern bekämpft werden. Diese Mittel sind nicht nur wirkungslos, sondern können gefährliche chemische Reaktionen auslösen.
Stattdessen kommen spezielle Metallbrand-Löschmittel zum Einsatz – darunter:
- Natriumchlorid (Kochsalz)
- Graphitpulver
- Kupferpulver
- Trockensand (in Ausnahmefällen)
Diese Löschmittel wirken durch Wärmebindung und die Bildung einer Sperrschicht, die den Sauerstoff vom Brandherd abschirmt. Wichtig ist, das jeweilige Löschmittel passend zum brennenden Metall auszuwählen.
Feuerlöscher der Brandklasse D
Für die Brandbekämpfung bei Metallbränden können spezielle D-Feuerlöscher zum Einsatz kommen. Diese sind mit geeigneten Metallbrandpulvern befüllt.
Sicherheits-Tipps im Umgang mit Metallbränden
- Halten Sie ausreichend Abstand zum Brandherd – Metallbrände entwickeln extreme Hitze und Funkenflug.
- Informieren Sie umgehend die Feuerwehr – und weisen Sie dabei explizit auf einen Metallbrand hin.
- Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden regelmäßig, damit im Ernstfall schnell und sicher gehandelt werden kann.
- Nehmen Sie von Eigenlöschversuchen Abstand, wenn dabei eine Selbstgefährdung besteht – insbesondere bei der Verwendung von Wasser oder ungeeigneten Löschmitteln, da diese heftige Reaktionen hervorrufen können.


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